War ganz schön voll zum Finale

Zum Hauptwochenende des Höchster Schlossfests brummte es im Brüningpark und am Mainufer

Höchster Kreisblatt, 15. Juli 2013
Vier großartige Schlossfest-Tage liegen hinter den Höchstern und ihren Gästen. Heute um 22.30 Uhr setzt das Feuerwerk einen fulminanten Schlusspunkt.
Bevor das Gerede über eine Konzertmuschel wieder losgeht: Ja, der ideale Ort für die Schlossfest-Konzerte ist der Brüningpark, wenn’s auch auf der Schlossterrasse früher auch schön war. Aber der Park mit seinen geschwungenen Hängen ist wie ein Amphitheater – mehrere Tausend Besucher feierten dort das Hauptwochenende des Höchster Schlossfests mit toller Musik und in ausgelassener Stimmung.

Die Tanzfläche vor der Bühne war voll: Bei Ann Doka und ihrem Country-Pop am frühen Samstagabend tummelten sich dort die Line-Dancer, bei „Stainless Quo“ oder „Brothers in Arms“ am Freitagabend wurden die Luftgitarren ausgepackt. Bis zur Bolongarostraße standen am Samstagabend die Menschenmassen, um die Rock-Coverband „Helter Skelter“ zu hören, die schon im vergangenen Jahr beim Schlossfest abgeräumt hat. Gemütlich fing gestern der weiß-blaue Frühschoppen an, bei dem die „Lustigen Musikanten“ spielten, bevor die regional verwurzelten Bands „Jamt“ und „HMP“ (Hofheimer Musikprojekt“) wieder kräftig einheizten.

Mit Picknickdecken und mitgebrachten Klappstühlen machte das Publikum den Brüningpark zu seiner Arena, bevor zu späterer Stunde alles stand, mittanzte und mitklatschte: Die Musikauswahl gefiel. „Ich bin echt neidisch, was ihr Höchster da immer auf die Beine stellt“, sprach ein Unterliederbacher Zuschauer den Organisatoren vom Vereinsring Höchst ein dickes Lob aus. Eine Höchsterin hatte glänzende Augen: „Da ist man echt stolz drauf, in Höchst zu wohnen. Anderswo gibt es das nicht.“

Frühstart

Bereits einen Tag früher als üblich, am Donnerstag, hatte diesmal das Hauptwochenende begonnen: Holger Häusser vom Schlosskeller und Frank Wellert vom Schlossplatz-Lokal „Zum Bären“, der auch die „Schiffsmeldestelle“ am Höchster Mainufer betreibt, hatten zu einer Freiluft-Sommersause eingeladen, neudeutsch „Open-Air-After-Work-Party“ genannt. Der Erfolg war so groß, dass Häusser und Wellert das ganze im August wiederholen möchten. Am Freitag und Samstag brummte es richtig: Die Mannschaften in den Getränkeständen wurden von Helfern des Vereinsrings Höchst und der Unterliederbacher Kerbeborsche unterstützt; an den Zapfhähnen wurde Akkord gearbeitet. Auch wenn’s im größten Trubel etwas länger dauerte und die Schlangen lang waren, akzeptierten es die meisten ohne Murren. „Wir können auch nur schaffen“, sagte Festwirt Holger Häusser, der ein gut dreißigköpfiges Team im Einsatz hatte.

Trubel auf der Kerb

Unten auf der Kerb schoben sich zeitweise die Massen an Fahrgeschäften, Fressbuden und Krämern vorbei. Unter besonderer Beobachtung standen alle, die sich in den „Air Crash“ trauten: Das Fahrgeschäft mit dem 40-Meter-Ausleger nötigte vielen großen Respekt ab. Mit Zuckerwatte oder gebrannten Mandeln standen die Zaungäste da und legten den Kopf in den Nacken: „Misch kriehste da net nei . . .“

Auf dem französischen Gourmet-Markt, der auf dem Schlossplatz seine Zelte aufgeschlagen hatte, versorgten sich die Festbesucher mit Käse, eingelegten Oliven, Salami mit Trüffeln oder anderen Spezialitäten der „Grande Nation“; andere probierten in Ruhe die Weine. Thomas Meder, der Vorsitzende des Höchster Vereinsrings, ist mit der Resonanz auf den Veranstaltungsort Brüningpark mehr als zufrieden: „Ich bin froh drüber, dass man uns zu unserem Glück gezwungen hat, und ich freue mich, dass die Stadtverordneten ihre Genehmigung gegeben haben, dass wir den Brüningpark auch in den kommenden Jahren nutzen können.“ Die Schlossterrasse konnte im vergangenen Jahr erstmals nicht für die eintrittsfreien Konzerte genutzt werden, weshalb der Vereinsring in den Brüningpark ausgewichen war.

Mehr Bilder zum Höchster Schlossfest finden Sie auf:
www.fnp.de/schloss

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Autor: Holger Vonhof
Quelle: Höchster Kreisblatt Online