Erfolgsgeschichten: Gasthaus Zum Bären – Traditionelle Hessische Hausmannskost seit 1799

DEHOGA Hessen e.V. – Magazin „Die Gastgeber Hessen“, 12-2013 
Seit mehr als zwei Jahrhunderten grüßt die Fassade des Gasthauses „Zum Bären“ in Frankfurt-Höchst die durch das Zolltor in die Stadt eintretenden Besucher und lädt diese zum Verweilen ein. Heute wie damals gilt das Bemühen der Bärenwirte ihren Gästen und deren Wohlergehen.

Die Höchster Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und Frankfurts ältester Kirche, der Justinuskirche, erstaunt nicht nur fremde Besucher, sondern auch alt eingesessene Frankfurter. „Mit so einer schönen Altstadt hat man in Höchst gar nicht gerechnet“, sagen immer wieder Gäste, die nach einem Besuch der Porzellanmanufaktur, des Alten Schlosses oder der Justinuskirche im Gasthaus „Zum Bären“ einkehren.

Seit 1799 wird im Bären die traditionelle Hausmannskost gepflegt und auf frische Zutaten Wert gelegt. Die Tageskarte wird von den umliegenden Direkterzeugern aufgrund des Wetters und der Verfügbarkeit bestimmt.

Trotz des deutlich höheren Aufwandes, mit Rohprodukten zu arbeiten, legt der Küchenchef sehr viel Wert auf Frische, die sich auf dem Teller widerspiegelt.

Die Klassiker wie Handkäs, Grüne Soße und Rippchen gehören genauso zum Angebot wie in den Wintermonaten Wildschweinkeule, Elchsteak oder Spanferkel. Zudem gibt es von Oktober bis März einen „Kulinarischen Kalender“, der die Gäste in der kalten Jahreszeit mit leckeren Gaumenfreuden verwöhnt. Die Teller sind voll, die Preise moderat. Getrunken werden Apfelwein und Fassbier. Die Gaststuben sind gemütlich eingerichtet und beweisen den typischen Frankfurter Charme.

Zwei Jahrhunderte Gastlichkeit

Das „Gasthaus Zum Bären“ auf dem historischen Schlossplatz gelegen ist ein Synonym für mehr als zwei Jahrhunderte Gastlichkeit, denn die Geschichte reicht weiter zurück, als die über der Tür angebrachte Jahreszahl von 1799 vermuten lässt. Bereits seit 1995 widmet sich der Inhaber und „original-hessische Bub“ Frank Wellert gemeinsam mit seiner Frau Evangelia (genannt „Lizza“) um die Bewahrung dieser hessischen Tradition. „Mir ging es von Anfang an darum, dieses hessische Kleinod zu erhalten und unsere Gäste immer wieder mit traditionellen Spezialitäten, aber auch mit neuen, kulinarischen Aktionen zu verwöhnen“, erläutert Frank Wellert sein Erfolgskonzept. „Seit 2002 sind wir auch Mitglied bei Hessen à la carte“, so Wellert weiter.

Den Grundstein für seine berufliche Laufbahn legte der Bärenwirt 1985 mit dem Start sei- ner Ausbildung zum Hotelfachmann im Holiday Inn. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten, unter anderem in Cannes, London und an Bord der Queen Elisabeth II, zog es ihn wieder zurück in seine geliebte Heimat des Äppelwois. Dort arbeitete er zunächst als F&B-Controller im Hilton Hotel Mainz und bei einer renommierten Brauerei in Frankfurt, wo er Getränkefachgroßhändler betreute und Gastronomen wirkungsvoll beim Aufbau und der Weiterentwicklung ihrer Betriebe unter- stützte. 1995 schließlich übernahm er das Gasthaus „Zum Bären“.

Seit 2006 betreiben die Eheleute Wellert außerdem am Höchster Mainufer die „Alte Schiffsmeldestelle“, eine „chillige Sommer-Location zum Relaxen an der hessischen Côte d’Azur, wie die beiden sagen.

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Quelle: DEHOGA Hessen e.V.