Schiffsmeldestelle Frankfurt-Höchst, Drink-Trio, Aperol Spritz, Hugo, Prosecco Sourz

Einkaufsführer zeigt Höchster Vielfalt

Höchster Kreisblatt, 17. September 2014: Höchst ist als Einkaufsstadt nicht mehr attraktiv? Von wegen, findet das Autorenteam einer neuen Einkaufs- und Genuss-Broschüre für Höchst.

Das Zentrum des Frankfurter Westens als Einkaufsrevier wird bislang nicht in einem Atemzug mit den lokalen Shoppingmeilen Zeil, Leipziger Straße, Berger Straße und Schweizer Straße genannt – zu Unrecht, wie das Quartiersmanagement der NH-Projektstadt findet. Den Beweis treten die Stadtteilentwickler mit dem Einkaufsführer „Frankfurt Höchst – multikulturell einkaufen & genießen“ an. Das Heftchen im handlichen Format, das an verschiedenen Stellen im Stadtteil sowie übers Internet kostenfrei zu beziehen ist, listet nicht weniger als 25 Top-Adressen in Höchst auf. Vorgestellt werden unter anderem das „Italienische Feinkost 2000“, das neben selbst geröstetem Espresso italienische Delikatessen verkauft, das marokkanische Süßwarengeschäft „Bounour’s“ mit seinem „Salon de Thè“ und das kurdische „Ali Baba“, das vier Mal täglich frisches Fladenbrot direkt aus dem Holzofen anbietet.

Im Stadtteil finden sich darüber hinaus so traditionsreiche Geschäfte wie das „Fischhaus Reith“, das bereits im Jahr 1828 frische Fische feilbot, und der allseits bekannte „Haxen Reichert“. Daneben haben sich neue Läden angesiedelt, etwa das „Gaudium est“, das nicht nur edle Whiskys und Zigarren, sondern auch Anglerzubehör führt, oder die „Himmelschmiede“, die selbst Glasperlen brennt und daraus Schmuckstücke zaubert.

Allein fünf Cafés
Auch die gehobene Gastlichkeit findet Berücksichtigung: Das Redaktionsteam fand allein fünf originelle Cafés und Teestuben – darunter „Frau Grau“, das in heimeliger Atmosphäre leckeren Kaffee von Frankfurter Röstern, Brötchen vom Biobäcker und Wein vom befreundeten Gut in Geisenheim auf der Karte führt (wir berichteten).

Wer gut essen gehen möchte, wird ebenfalls in den Seitengassen rund um die Bolongarostraße fündig. Neben den wohlbekannten Kneipen am Schlossplatz, etwa das über 200 Jahre alte „Gasthaus zum Bären“, beschreibt der Führer die „Höchster Genussschmiede“, die sich der feinen mediterranen Küche widmet, und das „Il vecchio muro“ (Alte Mauer), das für genussvolle Stunden mit italienischer Küche steht. Darüber hinaus listet der Genussführer weitere originelle Läden, Geschäfte und Institutionen auf – unter anderem den Wochenmarkt mit seiner einzigartigen Markthalle, die „hessische Côte d’Azur“ an der Schiffsmeldestelle und den gesunden Imbiss „Giggle Pea“ sowie die Tanzschule, das Filmtheater Valentin und einen Spezialisten für Sportartikel.

„Die Einkaufsführer sind bewusst so konzipiert, dass sie inhabergeführte Unternehmen stärken“, erläutert Elisabeth Budde, Herausgeberin des Heftchens. Die Aufnahme in ein solches Genussbuch, von denen es bereits für acht Frankfurter Stadtteile eine Ausgabe gibt, unterliegt strengen Bedingungen: So müssen die Läden und Restaurants mindestens ein spezielles, handwerklich produziertes Warenangebot führen, außergewöhnlich gestaltet sein oder einen besonderen Anspruch vertreten – etwa Bioprodukte oder kulturelle Veranstaltungen.

Tradition als Kriterium
Auch traditionsreiche Firmen haben gute Chancen. „Das Wichtigste aber: Die Geschäfte müssen vom Inhaber selbst geführt werden. Die Filialen großer Ketten berücksichtigen wir nicht“, sagt Budde.

„Höchst hat Potenzial, wie der steigende Anteil an gehobener Gastronomie und die spezialisierten, exklusiven Geschäfte beweisen“, glaubt auch Simone Planinsek, Projektleiterin im Bereich Stadtentwicklung der NH-Projektstadt, die 2012 vom Stadtplanungsamt Frankfurt mit dem Quartiersmanagement in Höchst beauftragt wurde. „Das ist auch ein Erfolg der kontinuierlichen Entwicklungsarbeit im Stadtteil.“

Die Höchster Broschüre, die vom Quartiersmanagements der NH-Projektstadt in Auftrag gegeben wurde, wird finanziell unterstützt vom Stadtplanungsamt, der Wirtschaftsförderung, der Frankfurter Tourismus und Kongress GmbH sowie der Frankfurter Sparkasse 1822. Durch das finanzielle Engagement der Sponsoren konnten die Kosten für die vorgestellten Unternehmen sehr niedrig gehalten werden. Der Führer ist über die beteiligten Geschäfte in Höchst, die Filialen der Sparkasse, in der Tourismus-Information und im Büro des Quartiersmanagement kostenlos zu beziehen.

Im Internet finden sich die „Buddlets“ unter www.frankfurt-tourismus.de, dort unter der Rubrik „Einkaufen“.

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Online-Link: http://tinyurl.com/qan5ugc
Autorenkürzel: red (Redaktion Höchster Kreisblatt)
Quelle: Höchster Kreisblatt